Unsere Auswahl der besten Serien zum Englisch lernen (ohne Untertitel!)

Die Zeiten, in denen man nur mit dicken Grammatikbüchern Englisch gelernt hat, sind schon lange vorbei.

Seitdem es das Streaming gibt, und vor allem Netflix und Amazon Prime, ist es einfacher denn je, Serien zu gucken; das sogenannte Binge Watching, auch Serienmarathon genannt, war noch nie so verbreitet. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Filme und Serien in Originalversion (OV) anzusehen, ob über Netflix oder Smart-TV, was vor allem von jüngeren Zuschauern immer häufiger genutzt wird. Serien gucken und dabei Englisch lernen ist also nicht länger den Besitzern von VHS-Kassetten oder DVDs vorbehalten. Unter den zahlreichen Akzenten (Britisch, Amerikanisch, Australisch, Indisch) und den verschiedenen Genres (Thriller, Komödie, Fantasy, …) ist für jeden Geschmack und für alle Sprachniveaus des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GERS) etwas dabei.

Gymglish hat für Sie eine Liste der Serien erstellt, die am besten dazu geeignet sind, Ihr Englisch ganz nebenbei zu verbessern.

1) Um das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden: Friends

Friends, Warner Bros. Pictures

Es gibt bestimmt niemanden, der noch nie von Chandler, Phoebe oder Joey gehört hat. 

Friends ist seit 1994 bei TV-Show-Fans auf der ganzen Welt beliebt. Die 236 Folgen handeln von der 10-jährigen Freundschaft der sechs Kult-Charaktere. Untertitel sind bei dieser Serie natürlich verboten! Spoiler Alert: Bei der letzten Folge werden Sie ordentlich Tränen vergieβen.

Sprachniveau: Nach den zehn Staffeln haben Sie sich voll und ganz an den amerikanischen Akzent gewöhnt. Die Serie ist ideal zum Englisch lernen geeignet, denn das, was hier gesprochen wird, ist einfaches Alltagsenglisch. Aber achten Sie dennoch auf die vielen idiomatischen Redewendungen bzw. idioms, die in Friends vorkommen.

2) Um wie ein(e) AmerikanerIn Englisch zu sprechen: Die Simpsons

Die Sitcom von Matt Groening wurde erstmals 1989 ausgestrahlt und gibt den Stereotyp der amerikanischen Familie perfekt wieder. Wer kennt nicht Homer und seine Donuts? Die Simpsons ist eine Satire auf die geopolitischen Gegebenheiten in den USA, die mit ihren sage und schreibe 669 Folgen und 31 Staffeln perfekt dazu geeignet ist, sich auf passive Weise mit den kulturellen Besonderheiten der Vereinigten Staaten vertraut zu machen. Nur zwanzig Minuten am Tag können also manchmal schon ausreichend sein!

Sprachniveau: Die Bewohner von Springfield sprechen nicht gerade langsam, aber das wird Sie nicht daran hindern, die Haupthandlung zu verstehen und in den Alltag der Charaktere einzutauchen. Der Cartoon scheint auf den ersten Blick zwar für Kinder zu sein, aber der amerikanische Slang ist hier allgegenwärtig und teilweise wird auch eine recht vulgäre Sprache verwendet. Achtung: Die Stimme von Marge Simpson ist in der OV sehr speziell und könnte Ihnen Kopfzerbrechen bereiten.

3) Um sich im amerikanischen Alltagsenglisch zu Hause zu fühlen: Desperate Housewives

Die Serie Desperate Housewives (wörtlich: „Verzweifelte Hausfrauen“) wurde erstmals 2004 ausgestrahlt und erzählt vom Leben in der Wisteria Lane und ihrer erstaunlichen BewohnerInnen. Geheimnisse, Untreue, Mordfälle, Geiselnahmen, … Eins steht fest: Das Leben einer gewöhnlichen Hausfrau sieht anders aus. Die sechs Staffeln der Serie sind ideal dazu geeignet, sein Englisch zu perfektionieren, vor allem was Betonung und Aussprache betrifft, aber auch dazu, sich neues Vokabular einzuprägen.

Sprachniveau: Alle Folgen werden von der fiktiven Figur der Marie-Alice Young erzählt, die klar und deutlich spricht. Das Englisch ist flüssig und für Lernende aller Niveaus leicht verständlich. Desperate Housewives ist das ideale Hilfsmittel, um Ihr Hörverständnis zu verbessern.

4) Für eine (fast) perfekte Aussprache: Downton Abbey

Downton Abbey, Carnival Films

Wenn Sie Ihre sprachlichen Kompetenzen verbessern wollen und dieses Mal mit Hilfe eines authentischen Englisch aus dem (frühen) 20. Jahrhundert, dann ist die Serie Downton Abbey ein „Must“. Das Historiendrama spielt anfangs der 1900er Jahren und schildert das Leben der aristokratischen Familie Crawley und ihrer Bediensteten, auf dem Landsitz der Familie. Sie werden die Figuren, wie etwa den konservativen und patriarchalischen Robert Crowley, den mysteriösen und verführerischen John Bates oder die herrische Violet Crawley, schnell ins Herz schließen. Ein Zitat, das man sich merken sollte: „Don’t be defeatist dear, it’s very middle-class“ („Sei nicht defätistisch. Das ist so Mittelklasse.“).

Sprachniveau: Nach den sechs Staffeln dieser Serie werden Sie mit dem britischen Akzent bestens vertraut sein. Sie werden mit beeindruckendem Tempo Fortschritte machen und das ganz unbemerkt. Außerdem ist die Serie perfekt dazu geeignet, den Unterschied zwischen dem Akzent der adeligen Familie (Received Pronunciation) und ihren Bediensteten (der typische Akzent der Grafschaft Yorkshire) zu verstehen.

5) Um Fähigkeiten als Detektiv zu entwickeln: Sherlock

Diese zeitgenössische Version der bekannten Detektivgeschichten, die sich an den Büchern des schottischen Autors Arthur Conan Doyle inspiriert und zu 100 % made in Britain ist, besteht nur aus 4 Staffeln und 13 Folgen. Die Handlung der Serie ist Ihnen sicherlich bereits bekannt: Es geht um den berühmten Detektiv (der von dem charmanten und exzentrischen Benedict Cumberbatch gespielt wird) und seinen Assistenten, Dr. Watson, die in den Straßen von London mysteriöse Verbrechen aufklären.

Sprachniveau: In jeder einzelnen Folge sind Sie mit dem eleganten Londoner Akzent konfrontiert. Linguistisch gesehen ist die Serie ein ideales Hilfsmittel, um Ihr Hörverständnis des gesprochenen „British English“ zu perfektionieren. Allerdings ist Sherlock eher etwas für Fortgeschrittene, da das Sprechtempo manchmal recht schnell ist und man nicht immer alles beim ersten Hören versteht.

Unsere ganz besondere Empfehlung: Black Mirror

Die sicherlich traumatischste Serie des Jahrtausends, Black Mirror, ist eine Anthologie-Dystopie, über die schon viel gesprochen und geschrieben wurde. Anders als die meisten Fernsehsendungen basiert Black Mirror nicht auf einer festen Gruppe von Charakteren, sondern auf einem zentralen Thema: Technologie und die verheerenden Folgen, die sie für unsere Gesellschaft haben könnte. Es sind verstörende, apokalyptische und beängstigende Geschichten mit Situationen, die uns in manchen Fällen vertraut sind, die aber bis zum Äußersten getrieben werden. Der Nervenkitzel ist hier garantiert.

Sprachniveau: Black Mirror ist eine britisch-amerikanische Produktion, weshalb Sie hier sowohl Schauspieler mit britischen als auch amerikanischen Akzenten sehen werden. Das technologische Vokabular könnte allerdings Schwierigkeiten bereiten.

Denken Sie daran, dass Serien immer nur zusätzlich zu einem Sprachlernprogramm und nicht als einziges Lernmedium genutzt werden sollten. Zusätzlich zu den Serien, die Sie sich ansehen, können Sie sich zum Beispiel zu einem unserer Gymglish-Onlinekurse anmelden, damit Ihr Lernprozess regelmäßig abläuft und Sie Ihr Englisch spielerisch verbessern können.

Abbildungsnachweis: Unspalsh


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