5 Serien, um Ihr Spanisch aufzupolieren

Es gibt wohl keine entspanntere Methode eine Sprache zu lernen, als eine Fernsehserie vom Sofa aus zu gucken! Genau aus diesem Grund hat Gymglish fünf spanische Serien für Sie zusammengesucht, mit denen Sie fácilmente Ihr Spanisch aufpolieren können!

Mit seinen weltweit 577 Millionen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern ist Spanisch die zweithäufigste gesprochene Sprache und zählt somit auch zu den einflussreichsten Sprachen der Welt.

Genauso wie Filme können sich auch Fernsehserien als durchaus nützlich erweisen und als unterhaltsame Ergänzung zum Sprachenlernen genutzt werden. Entgegen der öffentlichen Meinung geht das spanische Serienangebot noch weit über beliebte Netflixdarbietungen wie La Casa de Papel und Élite hinaus. Wagen Sie sich an weitere Originalversionen spanischer Serien und Sie werden sehen, dass sich nicht nur Ihr Hörverständnis (und Leseverständnis mit Untertiteln), sondern auch Ihr Kulturverständnis rapide verbessern wird!

Hier finden Sie unsere Top 5 spanischsprachiger Kult-Fernsehsendungen:

La hora de José Mota (2009-2012)

Beginnen wir mit dem Fernsehklassiker La hora de José Mota (2009-2012): Diese Serie wurde vom spanischen Fernsehsender TVE produziert. Der Schauspieler José Mota aus der Region La Mancha spielt darin die Hauptrolle.

Die Sendung erschien wöchentlich und war bis zum Schluss ein Erfolg beim TV-Publikum. Einige der Charaktere und Sprüche der Sendung sind Teil der spanischen Alltagskultur geworden. So ist beispielsweise Hoy no, mañana (Nicht heute, morgen) zu einem Kultsatz geworden, der verwendet wird, um Abneigung oder Unwillen auszudrücken.

Übrigens: La Hora de José Mota war die teuerste Serie, die der Fernsehkanal TVE je produziert hat … genauer gesagt kostete eine Sendeminute etwa 13.000 €!

El chavo del ocho (1971-1980)

Die Fernsehserie El chavo del ocho (1971-1980) wurde das erste Mal im Jahr 1971 ausgestrahlt und feierte große Erfolge in Lateinamerika und in Spanien. Die Hauptrolle spielte der legendäre mexikanische Schauspieler und Drehbuchautor Roberto Gómez Bolaños (Mexiko-Stadt, 1929-2014), der durch seine Rolle des Chespirito bekannt wurde.

In der Sendung geht es um einen achtjährigen Waisenjungen, der in einem Fass wohnt und ständig in Schwierigkeiten gerät. Die Show ist die berühmteste Produktion in der Geschichte des mexikanischen Fernsehens und wurde über 40 Jahre lang in mehreren lateinamerikanischen Ländern ausgestrahlt, wobei es heute auch eine Zeichentrickversion der Serie gibt. Sie ist zu einem festen Bestandteil der Populärkultur Lateinamerikas geworden.

Kulturaspekt: Die Bezeichnung Chavo ist eine Abkürzung des Wortes chaval, welches in Mexiko für einen jungen Mann verwendet wird.

Plinio (1972)

Die spanischen Fernsehsendung Plinio (1972) basiert auf den bekannten Romanen von Francisco García Pavón (1919-1989) und wurde unter der Regie von Antonio Giménez-Rico (1938-2021) produziert.

Die Geschichte dreht sich um die Ermittlungen eines Stadtpolizisten in Tomelloso, einer kleinen spanischen Stadt. Plinio, gespielt von Antonio Casal (1910-1974), ist ein wortkarger, aber schafsinniger Mann, der Fälle auf altmodische Weise löst.

Plinio war zu seiner Zeit die modernste spanische Fernsehproduktion, in der neueste Farbfilmtechnologien verwendet wurden und an der bekannte Drehbuchautoren wie José Luis Garci (1944) arbeiteten. Garci erhielt später sogar einen Oscar für den Film Volver a empezar.

Übrigens: Wussten Sie, dass Plinio die erste Serie war, die man im spanischen Fernsehen in Farbe sehen konnte?

La otra mirada (2018-2019)

Die Fernsehserie La otra mirada (2018-2019) wurde von der spanischen öffentlichen Radio- und Fernsehanstalt Corporación Radiotelevisión Española (RTVE) produziert.

Sie spielt an einer Akademie für junge Damen in Sevilla in den 1920ern. In den 21 Folgen konzentriert sich die Serie vor allem auf die von Patricia López Arnaiz (1981-) gespielte Figur Teresa, eine junge Kunstlehrerin, die mit ihren modernen Ideen die traditionalistischen Prinzipien der Schule durcheinander bringt. Die Einschaltquoten der Serie waren sehr hoch: Bei jeder Folge hatte sie durchschnittlich 2 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer!

Geografischer Aspekt: Die Serie zeigt viele bekannte Orte der andalusischen Hauptstadt Sevilla wie etwa die Puente de Triana (Triana-Brücke), den Muelle de la sal (Salz-Kai) oder die Reales Alcázares (Königspalast Alcázar).

Las Chicas del Cable (2017 -)

Mit großer Sicherheit ist Las chicas del cable (Die Telefonistinnen) eine der prägendsten Serien des 21. Jahrhunderts! Die Serie wurde von den Drehbuchautoren Ramón Campos und Gema R. Neira geschrieben und das erste Mal im Jahr 2017 auf Netflix ausgestrahlt. Zu diesem Zeitpunkt handelte es sich um die erste Netflix-Originalserie, die in Spanien produziert wurde.

Die Serie spielt Ende der 1920er Jahre und handelt von vier Telefonistinnen, die sich in der einzigen Telefongesellschaft in Madrid kennenlernen und eine enge Freundschaft schließen. Gemeinsam kämpfen sie für die Emanzipation der Frauen und Frauenrechte in einer patriarchal geprägten Gesellschaft.

Las chicas del cable konzentriert sich zwar hauptsächlich auf die Probleme von Frauen in den 1920er Jahren, spricht aber durchaus aktuell relevante Themen wie Sexismus, häusliche Gewalt, sozialen Aufstieg oder LGBTQ-Rechte an.

Geschichtlicher Hintergrund: Die Serie spielt in der Zwischenkriegszeit und kurz vor dem Kommunismus, sowie dem totalitären Regime Francos.

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