Hinter den Kulissen einer Gymglish-Lektion

Unsere Gymglish-Lektionen haben ihren Platz in Ihrem Alltag gefunden, und darüber freuen wir uns sehr. Aber wissen Sie eigentlich, wie so eine Lektion von A bis Z entsteht?

Wenn Sie dachten, eine Lektion erfordere nicht mehr, als ein paar Regeln aus einem Grammatikbuch zu kopieren und automatische Korrekturen zu erstellen, liegen Sie weit daneben!

Für jeden unserer Sprachkurse bieten wir unseren Nutzer*innen personalisierte Lektionen rund um ein kulturelles Universum mit Geschichten, lustigen Figuren sowie Dialekten und verschiedenen persönlichen und beruflichen Situationen an.

Mathilde, die bei uns für die pädagogischen Inhalte verantwortlich ist, nimmt Sie mit hinter die Kulissen, um Ihnen unser „Rezept“ und die Rollen vorzustellen, die unser Pädagogik-Team, Schauspieler*innen, Musiker*innen und Illustrator*innen bei der Erstellung der Lektionen spielen.

Am Anfang steht die kreative Phase…

Bei Gymglish ist eine Lektion in erster Linie eine Geschichte, ein Universum, ein Kontext. Bei jedem unserer Sprachkurse steht das jeweilige Universum im Mittelpunkt unserer Pädagogik. 

Die Erarbeitung eines neuen Kurses beginnt systematisch mit den Überlegungen und Ideen der Mitglieder unseres Kreativ-Teams. Gemeinsam schreiben sie an der Geschichte, dem Szenario und den Dialogen, aus denen sich die einzelnen Lektionen zusammensetzen. Es handelt sich um Brainstorming-Sitzungen, während derer Ideen, Inspirationen, kulturelle Referenzen zusammengetragen, gegenübergestellt und verknüpft werden. 

Um die Geschichten zum Leben zu erwecken, versetzt sich das Kreativ-Team systematisch in die Lage der Lernenden: Was wollen wir erzählen? Mit welchen Situationen werden die Lernenden beim Erlernen einer Sprache konfrontiert? Wie lässt sich das Ganze mit einer Prise Humor würzen? Die Entstehung einer Geschichte ist niemals frei von Tücken: Um aussagekräftig und motivierend zu sein, benötigt sie eine ausreichende Dosis Spannung und Humor, eine einfache Sprache, muss pädagogisch wertvoll sein und soll außerdem witzige und originelle Figuren ins Rampenlicht stellen!

Während der Sitzungen lassen wir uns daher auch von pädagogischen Zielen leiten, und wir geben den Schauspielern und Schauspielerinnen, die den Figuren ihre Stimmen leihen, Hinweise zu den verschiedenen Szenen: welchen Ton sie wählen und wie viel Energie sie in die Stimme legen sollen, um welche Satzart es sich handelt, mit welchem Akzent gesprochen wird usw. Diese kostbaren gemeinsamen Stunden dienen auch dazu, Skizzen der Bilder anzufertigen, mit denen unsere Lektionen gespickt werden: 

Entwurf einer Comic-Zeichnung vor der Umsetzung, als Referenz für unsere Illustratorin.

Schon gewusst? Wenn ein*e Nutzer*in heute mit den Englischlektionen beginnt und diese in fünf Tagen pro Woche abschließt, kann er oder sie fünf Jahre lang jeden Tag eine andere Geschichte entdecken (das erfordert allerdings eine sehr regelmäßige Teilnahme)! 

… dann folgt die Multimedia-Produktion.

Sie sind oft neugierig, welches Video oder welche Illustration in Ihrer nächsten Lektion erscheinen wird? Diese zweite Phase, die Multimedia-Produktion, ist für die Entstehung unserer Lektionen entscheidend. Wir bei Gymglish sind davon überzeugt, dass Ton und Bild eine Sprache lebendiger machen und die Lernlust nachhaltig wecken.

Ton

Um möglichst natürliche und authentische Audio-Ausschnitte anzubieten und unseren Figuren Leben einzuhauchen, organisieren wir Castings mit professionellen Schauspieler*innen. In unseren Audio-Ausschnitten möchten wir nicht nur ihre Muttersprache (Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch …), sondern auch verschiedene regionale Dialekte (Mexiko, Argentinien, Süditalien, Österreich, Schweiz …) hervorheben, damit unsere Nutzer*innen die verschiedenen Klangfarben einer Sprache kennenlernen. Sämtliche Audio-Inhalte werden in unserem Studio innerhalb unserer Räumlichkeiten in Paris aufgenommen. 

 Shelgor, unser Maskottchen, posiert in unserem Aufnahmestudio.

Während der Aufnahmesitzungen, die von unserem pädagogischen Team betreut werden, wird jede Intonation hinterfragt und überprüft und jeder Satz analysiert, um eine möglichst natürliche und verständliche Wiedergabe zu erhalten. Für die Aufnahme einer einminütigen Szene benötigen wir durchschnittlich rund 20 Minuten im Aufnahmestudio. Anschließend kümmert sich unser Tontechniker um den Schnitt und die Postproduktion. Neben der Liebe zum Detail, die in dieser Phase zum Ausdruck kommt, machen die Aufnahmen auch immer wieder Spaß, wenn die Schauspieler*innen improvisieren und Witze machen … langweilig wird es nie!

Bilder & Videos

Comics, Bilder in verschiedenen Formaten (SMS, Brief, E-Mail, Postkarte, Zeitung …), externe und interne Videos … Unsere Inhalte sind vielfältig und machen unsere Kurse unterhaltsam und ansprechend. 

Erinnern Sie sich an die Skizzen, die während der Brainstorming-Phase entstanden sind? Diese werden an unsere Illustratorinnen geschickt, darunter die bekannte deutsche Karikaturistin und Cartoonistin Dorthe Landschulz oder auch die talentierte spanische Illustratorin Luna Pan, die anschließend unsere Bilder zeichnen und ihnen Farbe verleihen:

Genau wie die Bilder bilden auch die animierten Videos einen Grundpfeiler unserer Lektionen, seien sie intern erstellt oder bei externen Künstlern erworben. Neben ihrem unterhaltsamen Format ermöglichen die Videos, unsere Lektionen um kulturelle Elemente zu ergänzen und gleichzeitig internationale Künstler vorzustellen.

Unten: ein internes Video und Lied aus unserem Online-Deutschkurs Wunderbla:

Nicht zu vergessen die Pädagogik …

Anschließend werden ausgehend vom Skript und den Situationen der Geschichte die Fragen und Antworten zu unseren Lektionen erarbeitet. Unser Pädagogik-Team verknüpft den Kontext mit spezifischen pädagogischen Aspekten, die dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) entsprechen. „Welche pädagogischen Aspekte werden in dieser Geschichte in einen Kontext gestellt?“ „Welche Grammatikregeln werden in dem Skript vorgestellt?“ „Welche Vokabeln werden mit diesem Bild illustriert?“ „Welche Verben, Zeitformen und Konjugationen lassen sich in dem Dialog finden?“ So viele Fragen, die uns ermöglichen, die Lektion relevanter und abwechslungsreicher zu gestalten und stets in einen Kontext einzugliedern.

Außerdem möchten wir, dass jede*r Nutzer*in an seiner oder ihrer Lektion Spaß hat. Indem wir die Fragen in verschiedenen Formaten stellen (Lückentexte, Drag & Drop, Multiple Choice, Dropdown-Auswahl …) und ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Grammatik, Vokabeln und Konjugationen beachten, werden unsere Lektionen so dynamisch wie möglich, und unsere Nutzer*innen bleiben fleißig dabei.

Aber eine Sprache besteht nicht nur aus Grammatik und Konjugationen. Eine Sprache zu sprechen erfordert auch Kompetenzen hinsichtlich konkreten Situationen, die in einem beruflichen oder universitären Rahmen, auf Reisen oder bei der Vorbereitung einer Veranstaltung nützlich sind … Aus diesem Grund konfrontieren wir unsere Lernenden mit persönlichen und beruflichen Situationen aus dem Alltagsleben: In unseren Lektionen lernen unsere Nutzer*innen, wie man ein Hotelzimmer reserviert, sich auf eine Stelle bewirbt, eine Besprechung leitet oder im Restaurant ein Gericht bestellt.

Schon gewusst? Unsere Autor*innen und Herausgeber*innen bieten einige Fragen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden an, um sich dem Profil der Lernenden anzupassen. Dank dieser Personalisierung sehen zwei Nutzer*innen mit verschiedenen Sprachniveaus nicht die gleiche Version einer Frage, obwohl der gelehrte pädagogische Aspekt identisch ist.

Je nach Sprachniveau des oder der Lernenden und dem Schwierigkeitsgrad können wie bei dieser Frage verschiedene Formate verwendet werden.

Wir streben bei Gymglish nicht nach Vollständigkeit: Unser Ziel ist nicht, dass unsere Nutzer*innen alle Feinheiten einer Sprache kennen. Wir gestalten das zu vermittelnde Wissen möglichst unterhaltsam und verständlich, um unseren Lernenden die Kommunikation und das Speichern im Gedächtnis zu erleichtern. 

Eine Gymglish-Lektion ist Teamarbeit: die unseres Pädagogik-Teams, das sich aus zehn Nationalitäten zusammensetzt. In diesem Team arbeiten kreative Köpfe, Lehrpersonal und Expert*innen für eine der angebotenen Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Italienisch) Hand in Hand. Wir stützen uns sowohl auf die Expertise unserer pädagogischen Mitarbeiter*innen bezüglich ihrer jeweiligen Muttersprache, als auch auf ihre Erfahrungen als Lernende, um die Schwierigkeiten einer Sprache herauszuarbeiten.

Außerdem kann unser Team auf die wertvolle Hilfe unserer Dutzenden von kolumbianischen, österreichischen, spanischen, deutschen, italienischen … Freelancer*innen zählen – einheimische Fachleute, die unsere Lektionen bereichern und unseren Nutzer*innen authentische und vielfältige Inhalte bieten.


Schon gewusst? Im Durchschnitt benötigen unsere Pädagogik-Teams rund vier bis fünf Wochen, um eine Lektion von A bis Z zu produzieren.

… und eine ordentliche Dosis Kultur!

Aus unserer Sicht ist das Erlernen einer Sprache untrennbar mit der entsprechenden Kultur verbunden. Aus diesem Grund schließen wir jede unserer Lektionen mit einem Abschnitt namens „Dessert“ ab: einem authentischen Auszug aus einem Film, einer Serie, einem Musikstück, einem Gedicht oder einem Literaturwerk, der mit dem Hauptthema der Lektion verbunden ist.

Jeder Auszug wird von unseren Teams sorgfältig ausgewählt. Um eine möglichst große Vielfalt anzubieten, wählen wir Werke aus verschiedenen Epochen, Städten, Ländern und Genres aus – solange sie kurz und aussagekräftig sind.

Wir lassen auch viele verschiedene kulturelle Elemente in unsere Audio-Inhalte und Bilder einfließen.

In dieses Bild aus unserem Online-Deutschkurs haben wir kulturelle Referenzen aus der Schweiz (Federer Uhren) und aus Deutschland (Brezel, Wurst) einfließen lassen.
In unserem Online-Spanischkurs bieten wir kulturelle Referenzen aus Spanien (Tapas, Flamenco …)
… aber auch aus Lateinamerika an, wie in diesem Bild, das auf die Iguazú-Wasserfälle in Argentinien verweist.
In unserem Italienischkurs heben wir die Vielfalt der Regionen und Städte des Landes hervor, wie hier am Beispiel von Venedig.

Schon gewusst? Das Ziel unserer „Desserts“ besteht darin, die Fülle und Vielfalt der Kultur hinter der unterrichteten Sprache vorzustellen. Sie können zum Lachen bringen, Überraschung auslösen oder bei den Lernenden eine Erinnerung wecken.

Dies bezeugt dieser Auszug aus dem Film Victoria des deutschen Regisseurs Sebastian Schipper.

Sie sehen also: Eine Gymglish-Lektion ist ein Ökosystem, das auf verschiedene, hochqualifizierte Ressourcen zurückgreift. Unser Pädagogik-Team – unterstützt von einem Netzwerk aus Freelancer*innen und Sprachexpert*innen – bietet unterhaltsame sowie sprachlich und kulturell relevante Inhalte an. Und mit Hilfe unserer auf künstlicher Intelligenz beruhenden Software stellen wir sicher, dass unsere Nutzer*innen diese Informationen auf lange Zeit behalten.

Nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, birgt die Entstehung unserer Lektionen kein Geheimnis mehr für Sie! Wenn Sie noch Zweifel haben, testen Sie unsere Online-Sprachkurse sieben Tage lang kostenlos.



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