Fünf Dokumentarfilme, mit denen Englisch wieder Spaß macht

Keine Lust mehr auf Fiktion? Sie möchten Ihr kulturelles Wissen erweitern? Tauchen Sie ein in die wunderbare Welt der Dokumentarfilme, mit diesen sorgfältig ausgewählten, englischsprachigen Dokus.

Seien wir ehrlich, Sie werden bei dieser Liste bestimmt die Untertitel einschalten müssen (auf Englisch natürlich!). Aber wir sind nicht da, um Ihnen Vorwürfe zu machen… sondern, um Ihnen zu helfen, Fortschritte machen!

1) Bowling for Columbine – Michael Moore (2002)

Am 20. April 1999, einem ganz normalen Morgen, gehen Eric Harris und Dylan Klebold zur Columbine High School im US-Staat Colorado, bewaffnet mit Messern, Sprengstoff, Pumpguns und einem Karabiner. So beginnt das Massaker von Columbine, das mit dem Tod von 12 Schülern und dem Selbstmord von Eric und Dylan endet.

Der Regisseur Michael Moore nimmt diese makabre Tragödie als Ausgangspunkt, um mit Menschen aus Politik, Popkultur, Unternehmen sowie auch einfachen Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen. Sein Ziel ist, ihre Meinungen zur Kontrolle von Schusswaffen in den USA zu erfahren.

Absichtlich provokativ und ironisch zögert Moore nicht, die Schwachstellen des Systems aufzuzeigen und beschäftigt sich mit einem Thema, das nach wie vor großes Echo findet. Der anfangs heftig kritisierte Film Bowling for Columbine wurde 2003 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm und dem französischen César für den besten ausländischen Film ausgezeichnet. Aber machen Sie sich selbst ein Bild! 

2) The Blue Planet I and II – BBC (2001 et 2017)

The Blue Planet, BBC, 2001

Die von dem britischen Sender BBC produzierte Dokumentationsreihe The Blue Planet I wurde im Vereinigten Königreich erstmals 2001 ausgestrahlt. Erst sechzehn Jahre später entstand der zweite Teil dieser wunderbaren Serie über die Unterwasserwelt. 

Beide Staffeln von The Blue Planet wurden mit mehreren Emmys und BAFTA TV Awards ausgezeichnet und sind für alle Naturliebhaber ein absolutes Muss. Und die musikalische Gestaltung des zweiten Teils übernahmen Hans Zimmer und Radiohead. Allein dafür lohnt es sich schon! 

Außergewöhnliche Unterwasseraufnahmen aus allen Ecken der Welt. Ein geradezu intimer Einblick in die Welt der Fauna und Flora um uns herum – erzählt von dem legendären Historiker Sir David Attenborough. Sein langsames Tempo und seine klare Aussprache sind die perfekte Begleitung auf dieser außergewöhnlichen Entdeckungsreise.

3) Real Stories (seit 2015)

Mit über 2 Millionen Abonnent*innen hebt der YouTube-Kanal Real Stories seit 2015 gratis „die besten Dokumentarfilme der Welt“ hervor. 

Die rund um die Welt aufgenommenen Videos nehmen Sie mit auf eine Reise in den Alltag von Menschen mit einem außergewöhnlichem Schicksal. Verschiedene Ereignisse, Verbrechen, Familiengeschichten, Medizinfehler… Hier finden Sie alles, um Ihren Durst nach Dokus zu stillen!

Kleiner Tipp: Beginnen Sie mit der Kategorie Preisgekrönte Dokumentarfilme. Hier finden Sie die Must-Sees!

4) Room 237 – Rodney Ascher (2012)

Es ist sicherlich nicht übertrieben zu behaupten, dass der auf dem gleichnamigen Thriller Stephen Kings basierende Film Shining in 30 Jahren zu einem Klassiker des Horrorfilms avanciert ist. Im Laufe der Jahre haben sowohl der Roman als auch der Film für viel Gesprächsstoff gesorgt. Zwischen abenteuerlichen Interpretationen und feinen Analysen hat Shining viele Filmliebhaber bei dem Versuch, das Geheimnis dieser Geschichte zu lüften, zum Verzweifeln gebracht. 

2012 bringt Rodney Ascher einen ehemaligen amerikanischen Kriegsreporter, einen Historiker, eine Schriftstellerin, einen Blogger und einen Verschwörungstheoretiker zusammen, um gemeinsam 9 Theorien auf den Grund zu gehen, die von Shining-Fans aufgestellt wurden. Alle Interpretationen führen auf jeden Fall zur gleichen Schlussfolgerung: Stanley Kubrick war ein Genie.

Bereit, die „Shinologisten“ kennenzulernen?

5) Freakonomics – Morgan Spurlock, Alex Gibney, Seth Gordon, Heidi Ewing, Eugene Jarecki und Rachel Grady (2012)

Freakonomics, entstanden aus einer Zusammenarbeit zwischen dem amerikanischen Journalisten Stephen Dubner und dem Ökonomen Steven Levitt, ist in erster Linie ein internationaler Bestseller, der 2004 veröffentlicht wurde. Ziel der beiden Männer ist hier, die „verborgene Seite“ der Welt zu enthüllen und gesellschaftliche Fakten zu entschlüsseln, indem sie diese mit wirtschaftlichen Daten verknüpfen. 

In diesem 4-teiligen Dokumentarfilm werden Sie verschiedene verblüffende Themen finden: 

  • „A Roshanda by any other name“ untersucht, welchen Einfluss unser Vorname auf unsere Entwicklung und unser Verhalten hat. 
  • „Pure corruption“ nimmt den Zuschauer mit in die Welt der Sumo-Wettkämpfe und untersucht das Konzept yaochō (Wettkampfmanipulation). 
  • „It’s not always a wonderful life“ beschäftigt sich mit der erstaunlich niedrigen Kriminalitätsrate in Chicago Ende der 90er-Jahre. 
  • Und schließlich befasst sich „Can you bribe a 9th grader to success“ mit dem Alltag an einer amerikanischen Schule, die ihre Schüler*innen (in bar!) belohnt, um deren schulische Leistungen zu verbessern. 

Dank origineller Themen und kleiner humorvoller Einlagen werden Sie einem Dokumentarfilm über die amerikanische Wirtschaft nicht widerstehen können … versprochen! 

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Bildnachweis: Pixabay.



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